TEST CAMP INTRALOGISTICS stellt Ergonomie auf den Prüfstand

Beim TEST CAMP INTRALOGISTICS dreht sich alles um das Hands-on-Testing von Neuheiten und Innovationen: Besucher schauen sich Produkte nicht nur an, sondern testen sie selbst. Wenn das Event am 26. und 27. Januar 2027 wieder in der Messe Dortmund stattfindet, geht dieses Prinzip im Sondertestbereich „Exoskelette & Ergonomie“ noch einen Schritt weiter.

Gemeinsam mit dem Unternehmen KOMPASS360° aus Münster machen die Partner die Wirkung unterschiedlicher Lösungen messbar. Ziel des kostenfreien Ergonomie-Checks ist es, den Teilnehmenden belastbare Daten darüber zu liefern, welche Tätigkeiten sie körperlich beanspruchen und wie stark die vor Ort getesteten Produkte diese Belastung reduzieren.

„Es macht einen Unterschied, ob man ein Exoskelett anprobiert oder eine Hebehilfe für ein paar Minuten benutzt – oder ob sich die Wirkung objektiv messen lässt. Diesen Schritt gehen wir jetzt. Besucher erhalten Daten zu ihrer körperlichen Belastung und zur Entlastungswirkung der getesteten Lösungen. Für Aussteller entsteht gleichzeitig eine datenbasierte Rückmeldung zur Wirkung ihrer Produkte unter realen Testbedingungen. Genau darum geht es beim TEST CAMP“, sagt Thilo Jörgl, Manager TEST CAMP INTRALOGISTICS.

Mitarbeitergesundheit wird zum Wirtschaftsfaktor

Mitarbeitergesundheit wird zunehmend zum Wirtschaftsfaktor. Fachkräftemangel, eine alternde Erwerbsbevölkerung und hohe körperliche Belastungen erhöhen insbesondere in Logistik und Industrie den Druck, Arbeitsplätze ergonomischer zu gestalten. Unternehmen setzen daher verstärkt auf Lösungen, die Mitarbeitende körperlich entlasten, von Exoskeletten und Hebehilfen bis zu ergonomischen Arbeitsplatzsystemen.

Auch aus regulatorischer Sicht gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung: Das deutsche Postgesetz sieht bereits strengere Anforderungen an die Handhabung von Paketen mit einem Gewicht von mehr als 20 Kilogramm vor.

Für Unternehmen stellt sich damit zunehmend die Frage: Wie groß ist der tatsächliche Nutzen ergonomischer Lösungen im Arbeitsalltag? Welche Tätigkeiten belasten welche Körperregionen und welche Produkte sorgen messbar für Entlastung?

Dabei betrifft die Frage nach guter Arbeit längst nicht nur die Ergonomie. Körperliche und psychische Belastung, Arbeitssicherheit, Prozessabläufe, Qualität und Produktivität greifen im Arbeitsalltag unmittelbar ineinander. Daten aus der realen Arbeit können deshalb für unterschiedliche Unternehmensbereiche eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage schaffen – von Safety und Health über Lean und Operations bis zu Quality und Management.

Eine Stunde testen – Belastung objektiv messen

Genau hier setzt der Sondertestbereich „Exoskelette & Ergonomie“ an. KOMPASS360° richtet dafür eine Messstation ein. Das Unternehmen verbindet Sensorik und Messtechnik mit Ergonomie, der Analyse physischer und psychischer Belastungen sowie Prozessanalyse und setzt diese Technologien bereits für Arbeitsplatzanalysen in Industrie und Logistik ein.

Der Ansatz folgt dabei einer SLEQH-Logik: Safety, Lean, Environment, Quality und Health werden nicht isoliert betrachtet, sondern dort miteinander verbunden, wo sie tatsächlich entstehen – im Arbeitsprozess. Beim TEST CAMP liegt der Schwerpunkt des persönlichen Checks auf der körperlichen Belastung und der Wirkung ergonomischer Lösungen.

Zu Beginn des Testdurchlaufs werden die Teilnehmer mit einem Sensorsystem ausgestattet. Anschließend können sie eine Stunde lang unterschiedliche Lösungen der Aussteller unter realitätsnahen Bedingungen testen. Dazu gehören Exoskelette, Hebehilfen für die Be- und Entladung von Lkw und Containern, Vakuum-Hebehilfen, ergonomische Arbeitsplatzsysteme, Cooling-Lösungen sowie weitere Technologien zur körperlichen Entlastung.

Das Sensorsystem erfasst, bei welchen Tätigkeiten körperliche Belastungen auftreten, welche Körperregionen besonders beansprucht werden und wie sich diese beim Einsatz unterschiedlicher Assistenzsysteme verändern. Gleichzeitig lassen sich Bewegungsabläufe und Prozesszeiten analysieren.

So wird beispielsweise sichtbar, wie stark Heben und Tragen Rücken, Schultern oder Knie belasten und in welchem Maß ein Exoskelett, eine Hebehilfe oder ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz diese Belastung reduziert.

Persönliche Auswertung nach dem Test

Nach Abschluss des Rundgangs erhält jeder Teilnehmer eine persönliche Auswertung mit Belastungskennzahlen, Tätigkeitsanalyse und einer grafischen Darstellung seines Testparcours. So lässt sich unmittelbar erkennen, bei welchen Arbeitsschritten Belastungsspitzen aufgetreten sind und wie sich diese durch die getesteten Lösungen verändert haben.

Für die übergreifende Auswertung werden die Messergebnisse anonymisiert betrachtet. Sie liefern Hinweise darauf, wie sich unterschiedliche ergonomische Lösungen unter realitätsnahen Einsatzbedingungen auf körperliche Belastungen, Bewegungsabläufe und Prozesse auswirken.

Besucher können nach ihrer Ticketbuchung kostenlos einen persönlichen Slot für den Testdurchlauf reservieren. Insgesamt stehen 60 Testslots zur Verfügung.

Zur Ticketbuchung: https://testcamp-intralogistics.com/ticketbestellung

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